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SuitePad Blog / Gästekommunikation Featured / Eine Guest Journey, viele Wünsche: Wie Hotels mit KI personalisieren

- Aktualisiert am 05.01.26 -

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Ein praxisnaher Blick darauf, wie Hotels die Guest Journey für Familien, Paare und Geschäftsreisende mithilfe von KI personalisieren können – ohne Mehraufwand für die Teams.


Jeder Gast reist mit anderen Erwartungen an. Eine Familie im Urlaub, ein Paar auf einem romantischen Kurztrip und ein Geschäftsreisender mit engem Zeitplan erleben dasselbe Hotel auf völlig unterschiedliche Weise.

Für Hotels bleibt die Herausforderung jedoch immer gleich: eine konsistente, personalisierte Guest Journey zu schaffen, ohne die Abläufe zu verkomplizieren oder die Teams zusätzlich zu belasten.

Das klingt einfach – ist es aber nicht. Denn echte Personalisierung funktioniert nur, wenn sie effizient umgesetzt wird. Hotels brauchen dafür eine smarte, KI-gestützte Guest Journey, die leise im Hintergrund arbeitet und sich optimal in bestehende Arbeitsweisen einfügt, statt sie zu verändern.

In diesem Blog stellen wir uns drei typische Guest Journeys vor und schauen uns an, wie unterschiedlich – und gleichzeitig ähnlich – sie sind. Und wir betrachten, wie sich diese Personalisierung nicht nur auf die Gäste, sondern auch auf die Teams hinter den Kulissen auswirkt. Los geht’s.

Der Familienaufenthalt: Komfort ab der ersten Nacht

Eine dreiköpfige Familie checkt an der Hotelrezeption ein, während eine Hotelmitarbeiterin sie unterstützt.

Die Familie kommt am Nachmittag an, Gepäck dabei, Kinder müde, Eltern ebenfalls. Der Check-in ist erledigt, aber weil es an der Rezeption voll war und alle etwas abgelenkt waren, blieben die wichtigen Fragen offen. Kaum im Zimmer angekommen, tauchen sie auf:
Wann gibt es morgen Frühstück? Kann Housekeeping später kommen, damit die Kinder schlafen können? Gibt es zusätzliche Handtücher oder ein Babybett – ohne nochmal nach unten gehen zu müssen?

Wie Geschäftsreisende schätzen auch Familien Effizienz, allerdings aus anderen Gründen. Ihr Tagesablauf passt selten zu festen Standards. Morgens früh, nachmittags ruhig, abends oft unplanbar. Sie wünschen sich Flexibilität, ohne ständig Sonderwünsche äußern zu müssen. Jede kleine Entscheidung – von Reinigungszeiten über Serviceanfragen bis zur Tagesplanung – sollte einfach und intuitiv sein. Und ehrlich gesagt: Ein bisschen persönliche Unterstützung kommt hier immer gut an.

Was Familien erwarten, ist Klarheit und das Gefühl, dass das Hotel ihre Situation versteht. Da das PMS den Aufenthalt bereits als Familienbuchung erkennt, können relevante Informationen automatisch priorisiert werden. Frühstückszeiten, flexible Housekeeping-Optionen und familienfreundliche Angebote erscheinen zuerst. Vorschläge für passende Aktivitäten im Hotel oder in der Umgebung orientieren sich an Aufenthaltsdauer und Tagesrhythmus.
KI-gestützte Gästekommunikation baut auf diesen bestehenden Daten auf und passt die Guest Journey in Echtzeit an – ohne zusätzlichen Aufwand für das Team. Das reduziert die Reibung für die Gäste und entlastet gleichzeitig die Hotelabläufe.

Das romantische Paar: Aufmerksame Personalisierung ohne Druck

Während bei Familien der Fokus auf Praktikabilität liegt, bewegt sich das Paar in einem anderen Tempo. Die Ankunft ist entspannt, ohne festen Plan; das Auspacken hat keine Eile. Im Zimmer verlagert sich der Fokus schnell von Organisation zu Atmosphäre.
Entscheidungen entstehen spontan: Housekeeping wird vielleicht aus Gründen der Privatsphäre abbestellt, das Frühstück zieht sich länger hin, Spa oder Dinner werden oft erst kurzfristig gebucht. Der Aufenthalt folgt der Stimmung, nicht dem Zeitplan. Flexibilität ist auch hier wichtig – aber in anderer Form.

Mit der Zeit schätzt das Paar besonders, was nicht passiert. Keine unerwarteten Anrufe von der Rezeption, kein Klopfen zur falschen Zeit, kein Erklären der eigenen Vorlieben. Wenn Ruhe gewünscht ist, genügt eine Entscheidung – und das Zimmer reagiert. Housekeeping bleibt im Hintergrund, Informationen sind verfügbar, ohne sich aufzudrängen, und das Erlebnis bleibt ruhig, solange das Paar es möchte.

In diesem Kontext unterstützt KI die Guest Journey vor allem dadurch, zu wissen, wann sie besser nichts tut. Anhand der Interaktionen mit der In-Room-Oberfläche – was geöffnet, übersprungen oder angepasst wird – bleibt der Content reduziert und relevant. Der Aufenthalt wird durch die Entscheidungen des Paares geprägt, nicht durch menschliche Unterbrechungen. Privatsphäre und Atmosphäre bleiben erhalten, während die Hotelprozesse im Hintergrund reibungslos ablaufen.

Der Geschäftsreisende: Effizienz und Kontrolle

Der Geschäftsreisende ähnelt in seiner Haltung eher der Familie als dem Paar – allerdings mit deutlich weniger Spielraum. Oft spät angereist, zählt vor allem eine Sache: Effizienz. Im Zimmer sind die Prioritäten klar. WLAN prüfen, Frühstückszeiten checken, den nächsten Tag vorbereiten.

Wie Familien wünschen sich Geschäftsreisende Klarheit und Kontrolle. Anders als Paare haben sie kaum Geduld für Unterbrechungen. Ihr Aufenthalt folgt einem festen Rhythmus: frühe Morgen, kurze Abende, minimale Interaktion.

Was sie erwarten, sind Geschwindigkeit und Verlässlichkeit. KI-gestützte Guest Journeys helfen, indem sie Informationen und Optionen auf das Wesentliche reduzieren – abgestimmt auf jede Phase des Aufenthalts. Für Hotels bedeutet das weniger Standardanfragen und effizientere Interaktionen, ohne Abstriche bei der Servicequalität.

Was das für Hotelteams bedeutet

Eine Hotelmitarbeiterin arbeitet lächelnd am Computer und symbolisiert, wie Hotelteams mithilfe von Technologie und KI ihre Arbeitsbelastung reduzieren.

Personalisierung funktioniert für Hotelteams nur dann, wenn sie Abläufe vereinfacht statt zu verkomplizieren. KI schafft echten Mehrwert, wenn sie leise im Hintergrund unterstützt – nicht, wenn sie ein weiteres System ist, das gemanagt werden muss.

Richtig eingesetzt helfen KI-gestützte Guest Journeys dabei, wiederkehrende Gästeanfragen zu reduzieren, Housekeeping besser planbar zu machen, Anfragen effizienter zu priorisieren und die Kommunikation über Schichten und Standorte hinweg konsistent zu halten. Die Service-Transparenz steigt ohne zusätzlichen Schulungsaufwand, Upselling wird relevanter und weniger abhängig vom individuellen Wissen einzelner Mitarbeitender. Gleichzeitig gewinnen Teams bessere Einblicke in das Gästeverhalten und eine stärkere Abstimmung zwischen den Abteilungen.

Am wirkungsvollsten sind Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Workflows integrieren – etwa In-Room-Tablets oder gastseitige Anwendungen mit KI-Assistenten und PMS-Anbindung. Sie führen Gäste durch den Aufenthalt, passen Serviceoptionen an den Zeitpunkt und das Verhalten an, unterstützen Front Office und Housekeeping bei der Planung und liefern der Geschäftsleitung wertvolle operative Einblicke.

Entscheidend ist dabei nicht, wie fortschrittlich ein Tool klingt, sondern wie klar es ein konkretes operatives Ziel unterstützt.

Ein letzter Gedanke

Familien, Paare und Geschäftsreisende erleben Hotels unterschiedlich – erwarten aber dasselbe Ergebnis: einen Aufenthalt, der sich einfach, persönlich und gut getimt anfühlt.

Wenn Hotels Guest Journeys bewusst gestalten und KI im Hintergrund einsetzen, wird Personalisierung skalierbar, der Betrieb ruhiger und der Service konsistenter. Die besten Guest Journeys sind nicht die lautesten, sondern die, die einfach funktionieren.

 

Published on 5 Januar 2025



Dilara Develi

Dilara Develi

Als Junior Marketing Manager ist Dilara für die Erstellung von Inhalten verantwortlich, verwaltet die Social-Media-Kanäle von SuitePad und koordiniert Marketing-Events.

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